SG Turn-Team verteidigt Landesmeistertitel
Das SG Turn-Team verteidigt in einem Herzschlagfinale seinen Württembergischen Landesmeistertitel
Nachdem der Titelgewinn 2024 bereits völlig unerwartet kam, so war der erneute Gewinn der Württembergischen Landesmeisterschaft 2025 schon fast sensationell.
Angereist als Nord-Württembergischer C-Jugend-Bezirksmeister ging das SG Turn-Team um Miray Uzgur, Leni Klink, Paula Blankenhagen, Kim Lehecka, Rebecca Lenhardt, Zehra Özpinar, Linea Jansa und Leana Simunovic mit 2-3 Qualifikationspunkten Abstand zur TSG Balingen, zu den TF Feuerbach und zum MTV Stuttgart ins Rennen um den diesjährigen Landesmeistertitel. Bedingt durch die extrem starke Konkurrenz sowie einige Verletzungen und Blessuren in der Vorbereitung, rechnete sich das Team um Trainer Heiko Paule eher nur Außenseiterchancen zur Titelverteidigung aus.
Schwieriger Start am "Zitterbalken"
Als Startgerät wurde der „Zitterbalken“ zugelost. Das SG-Team war zwar schnell im Wettkampfmodus und konnte mit gut geturnten Übungen überzeugen, die starken Feuerbacher konnten jedoch unsere kleineren Fehler und Ungenauigkeiten ausnutzen und gingen mit fast 1,00 Punkt Vorsprung an das zweite Gerät. Die P7-Übungen des SG-Teams am Boden waren gut, aber auch nicht ganz fehlerfrei geturnt, so dass der Abstand schnell auf über 2,00 Punkte anwuchs. Das Ziel der möglichen Titelverteidigung geriet damit bereits nach der Hälfte des Wettkampfs in weite Ferne. Getreu dem von Trainer Heiko Paule ausgegebenen Motto „der Wettkampf ist erst zu Ende, wenn alle Turnerinnen an allen 4 Geräten geturnt haben“, wollte man sich noch nicht ganz geschlagen geben und sich zumindest mit einem Platz auf dem Treppchen für die fleißige Wettkampfvorbereitung belohnen. Diese Einstellung schien den Kampfgeist der SG-Mädels nochmals geweckt zu haben, wodurch der Sprung zur reinen „SG-Flugshow“ wurde. Mit nahezu perfekt geturnten Überschlägen konnte die Konkurrenz düpiert und der Rückstand fast halbiert werden.
Stufenbarren: Starke Übungen – und ein Schicksalsmoment
Auch wenn es weiterhin als unwahrscheinlich galt, den Rückstand von über 1,00 Punkt noch drehen und das Unmögliche schaffen zu können, keimte doch nochmals etwas Hoffnung auf, da es abschließend immerhin noch an das SG-Paradegerät, den Stufenbarren, ging. Wie an allen anderen Geräten, musste die SG auch hier vorlegen und versuchte nochmals Druck auf die Konkurrenz aus Feuerbach und Balingen auszuüben: die Kippen, Holmwechsel und Abgänge waren sehr gut geturnt, bis auf Miray’s Top-Vorstellung erbrachten die Übungen aber nicht die erhofften 16er-Wertungen. Damit schien die endgültige Entscheidung zu Gunsten der TF Feuerbach gefallen zu sein, bis das Schicksal zu Gunsten der SG zuschlug und das nach dem Boden ausgegebene Trainermotto tatsächlich doch noch immense Bedeutung erfuhr: ein folgenschwerer Patzer der letzten Turnerin aus Feuerbach brachte die nicht mehr für möglich gehaltene Wende und das „Wunder von Leutenbach“. Das SG-Turn-Team schob sich so in einem wahren Herzschlagfinale doch noch mit hauchdünnen 0,30 Punkten Vorsprung auf Platz 1 vor Feuerbach, Stuttgart und Balingen. Die vereinshistorische Back-To-Back-Titelverteidigung brachte die verdiente Belohnung für einen unwiderstehlichen Endspurt mit nimmermüdem Kampfgeist sowie stetigen Glauben an die eigenen Stärken und Möglichkeiten.
Weitere starke SG-Ergebnisse
Das Team der altersoffenen Klasse um Juna van Wensen, Kara Lämmle, Ida Cajar, Josefine Dick, Klara Wöhrle, Ina Elser, Vivien Kaufmann und Katharina Molotilova erturnte sich eine sehr guten 5. Platz.
Unser D-Jugend-Team mit Ana Sirghia, Annabelle Munz, Annika Imhof, Ann-Kathrin Edinger, Luisa Wyrambik, Chiara Eisenring und Sinja Papenfoth erreichte einen respektablen Platz 10.



